"Erfahrung gestaltet Zukunft"
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Donnerstag, den 24. November 2011 um 16:46 Uhr
Zur Gemeinschaftsveranstaltung der CSU und Senioren-Union Rosenheim-Stadt am Mittwoch, 16. November 2011, 19:00 Uhr im großen Saal des Hotel/Gasthof Höhensteiger in Westerndorf St. Peter, konnte die SEN Rosenheim-Stadt als Referenten Dr. Thomas Goppel, MdL. und Staatsminister a. D. gewinnen.
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Lesen Sie dazu nachstehend einen Bericht von Jürgen Engelhardt, Dipl-Informatiker
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MdL Dr. Thomas Goppel: „Erfahrung gestaltet Zukunft“
Referent sprach beim CSU-Kreisverband Rosenheim
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Rosenheim-Westerdorf St.Peter – Der Referent, Bayerns Wissenschaftsminister a.D. Dr.Thomas Goppel, ist in Rosenheim kein Unbekannter, denn ihm sei es zu verdanken, so Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer in ihrem Grußwort, dass Rosenheim als Bildungs- Forschungsstandort aufgewertet worden sei, weil seinerzeit unter Federführung des damaligen Wissenschaftsministers die Mittel für den vierten Abschnitt der Fachhochschule Rosenheim (FHR) zur Verfügung gestellt worden seien, ebenso wie die zusätzlichen Professorenstellen.
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Doch diesmal referierte MdL Goppel im großen Saal des Gasthofes „Höhensteiger“ auf Einladung der Senioren-Union (SEN), der Frauen-Union (FU) und der Jungen Union (JU) nach eigenen Worten „ganz ohne Amt und Funktion, aber mit Rosenheimer Vergangenheit“ darüber, wie der Erfahrungsaustausch zwischen den Generationen und unterschiedlichen Gruppierungen gestaltet werden könne, um gleich einschränkend hinzuzufügen, dass -- seit er nicht mehr in Amt und Funktion sei – die diesbezüglichen Fragen sicherlich nicht leichter und auch nicht weniger geworden seien, sondern „dass wir, typisch deutsch, noch immer auf der Suche nach dem perfekten, vollkommenen System“ seien.
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Aufgabe der Politik, so das Postulat des erfahrenen Politprofis Goppel, müsse es sein, pragmatisch und nicht ideologisch zu hinterfragen, wie Politik morgen gestaltet werden solle. Und etwas amüsant untermauerte er dies mit der Anmerkung, dass die CSU die Erfindung „auf der Suche nach der jeweils besten Lösung gesellschaftlicher Probleme“ sei. Aber genau dies, nämlich das Suchen, so Referent Goppel, hätten wir heute verlernt, weil wir recht zufrieden geworden seien.
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Der Referent versucht am gedanklichen Beispiel eines gleichseitigen Dreieckes bewusst machen, wie die Erfahrungen sein sollen, die wir aus unserer jüngsten Geschichte lernen und zwecks Gestaltung an die Zukunft weitergeben können. Erste „Kommunikationsphase“ im gleichseitigen Dreieck und wichtige Fragestellung bei den Entscheidungsträgern müsse deshalb theoretisch lauten: „frage zuerst deinen Nachbarn, ob er mit deinen Plänen und Vorstellungen einverstanden ist ?“ – Wenn die Antwort positiv ausfällt, dann werden kaum Konflikte und Widerstände zu erwarten sein, da sich der „Nachbar“ eingebunden fühlen wird.Â
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In der zweiten „Kommunikationsphase“ müsse die Suche nach einer solidarischen Lösung des Problems im Mittelpunkt der Bestrebungen stehen, wobei, so betonst Referent Goppel, solidarisches Handeln beziehungsweise Solidarität nicht Gleichmacherei bedeuten dürfe. Darauf könne dann die dritte „Kommunikationsphase“ aufsetzen, die alles weitere Handeln dem Subsidiaritätsprinzip subsumiert. Goppel umschreibt diese dritte Phase als „Hilfe zur Selbsthilfe“.
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Die Erfahrungen, die Referent Thomas Goppel in seiner politischen Laufbahn gemacht hat und die er weitergeben möchte, lautet schlicht und einfach: „lasst uns darüber reden, was zu regeln ist ... und nicht Antworten auf Fragen suchen, die wir vorher gestellt haben.“ – Und dann hinterfragt er auch noch, welche demokratischen und / oder sozialen Erfahrungen, gezogen aus dem 2. Weltkrieg, heute unsere „Werteordnung“ bestimmen würden ? – Für ihn, so beantwortete er die Frage unmittelbar gleich selbst, sei das christliche gegenwartsbezogenen Weltbild prägend.
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Wenn es jetzt darum gehe, gemäß dem Motto. „Erfahrung gestaltet Zukunft“ mitzuwirken, dann sei er gern bereit, in diesem Prozess aktiv eingebunden zu werden, versichert der erfahrende Politiker abschließend unter dem stürmischen Beifall seiner Zuhörer.
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